Im verhältnismäßig immer noch dichter besiedelten Mitteleuropa verbreiteten sich neue Vorstellungen gegenüber Zauberern schneller als in dünner besiedelten Peripheriegebieten. Unheilvoll wirkten immer wieder Prediger, die die theoretische Dämonologie an die Bevölkerung praktisch vermittelten und so der bereits skizzierten Suche nach Antworten der Massen oftmals Richtung und Schlagkraft verlieh. B. am verhängten Strafmaß. Papst Innozenz VIII. Hexen im Sinne der Frühen Neuzeit kennt die Bibel aber nicht. La famiglia dei Malavolti ebbe una grande rilevanza politica ed economica nella Siena dei secoli XIII e XIV. Jahrhundert, lehnte Hexenverfolgung zum Teil ab. – Ein Freiburger Malefizprozess aus dem Jahr 1603, Hexenverfolgung in der Reichsabtei Marchtal 1586–1757, Hexenprozesse mit Todesurteil – Justizmorde der Zunftstadt Zürich, Dokumentation zu den 79 mit Todesurteil endenden sogenannten Hexenprozessen im Hoheitsgebiet der Stadt Zürich 1487–1701 (PDF – 2,5 MB), Auf Grund von Quellen des Staatsarchivs Zürich bearbeitet durch Otto Sigg, Die erste Seite von Fründs handschriftlichem Bericht, Vergewaltigung von Anna Kemmerlin, der Ehefrau des Schöffen Peller, durch den Henker Hondeschlager und seinen Knecht, 43 und 44, https://m.facebook.com/KelheimD/posts/325466137639016, https://www.historicum.net/de/themen/hexenforschung/thementexte/rezeption/artikel/Neun_Millionen_Hexen/, Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, Hexenverfolgungen in Stein am Rhein Schweiz, http://www.anton-praetorius.de/downloads/Hexenpredigt%20von%20Martin%20Luther.pdf, Ein Summa etlicher Predigen vom Hagel und Unholden. Wilhelm Gottlieb Soldan, Heinrich Heppe, Sabine Ries: Diese Seite wurde zuletzt am 29. Es gibt Hinweise darauf, dass beispielsweise in deutschen Hexenprozessen des 17. Die vorchristlichen Kulte wurden im Späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit als Aberglaube eingestuft. So gibt es Hinweise darauf, dass gezielt versucht wurde, adlige und hochstehende Personen zu implizieren, möglicherweise da man die Hoffnung hatte, dass diese ihren Einfluss einsetzen könnten, um die Verfolgungswelle zu beenden. Er sieht die Verfolgungen, die zu Beginn der Neuzeit in Europa und später auch auf dem Gebiet der heutigen USA stattfanden, als gut vergleichbar an. Neben physischer Gewaltanwendung spielte bei der Bekämpfung dieser Glaubensbewegung auch der „Propaganda-Krieg“ eine wichtige Rolle: Man unterstellte den Katharern u. a. Schwarze Magie, Teufelspakte und sexuelle Ausschweifungen. Anfänglich sprach man Recht nach Gewohnheit und früheren Fällen. Das Alte Testament verbietet Zauberei (Lev 19,26 EU) und fordert zur Verfolgung von Zauberern auf (Ex 22,17 EU). Münchu 1988, ISBN 3-492-03152-8. Gerichtsbarkeit bezeichnet zum einen (in der Neuzeit in der Regel die Gesamtheit der staatlichen) Gerichte, die der Rechtsprechung oder der sonstigen Rechtspflege dienen, und zum anderen die Verwirklichung der Rechtsordnung durch eben Genanntes. Von seiten der SS wurden die Hexen dagegen zu Vertretern einer altgermanischen Urreligion stilisiert, die von der Kirche bekämpft worden sei. In jedem deutschen Stamm erfolgte die Rechtssprechung nach seinem alten Recht. Aus Angst, als Beschützer der Hexen dargestellt zu werden und somit die Partei Satans zu stärken, veröffentlichte er es anonym. [23][24][21][25] Die Forschung geht davon aus, dass auf dem Gebiet der heutigen Schweiz um die 10.000 Hexenprozesse stattgefunden haben. Sowohl in Babylonien (Codex Hammurapi: Wasserprobe) als auch im Alten Ägypten wurden Zauberer bestraft. Analog konnten schlicht Antipathie oder Nachbarschaftsstreitigkeiten für eine der Parteien auf dem Scheiterhaufen enden. [160] In Südafrika bekamen Hexenjagden besonders durch die Comrades, eine Jugendorganisation des ANC, seit Mitte der 1980er Jahre eine starke Bedeutung. vom 20. Dezember 2017 die Opfer der Hexenprozesse rehabilitiert. Für Rudolf Klostermann stellte die Lizenz „die Erlaubnis zur Benutzung der Erfindung“ dar. Jedoch sehr wenige Todesurteile, vgl. Prozesse gegen Hexen sollten bei Zeitmangel zurückgestellt werden, die Bekämpfung von Häresien habe Vorrang. 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. Es war jedoch mit Sicherheit nicht die letzte „gerichtliche“ Behandlung von Hexerei.[49]. Außerdem konnte es erst strukturell zu massenhafter Verfolgung kommen, als einzelne Aspekte des Magieglaubens in das Strafrecht der frühmodernen Staaten übertragen wurden. Das ungünstige Klima schlug sich für die Menschen oft in konkreten katastrophalen Extremwetterereignissen nieder (Hagel, Unwetter usw. Oktober 2001: Die Gouverneurin von Massachusetts unterzeichnete eine Unschuldserklärung für die fünf letzten Frauen der Salemer Hexenprozesse. Sie wurde 1615 in Württemberg auf Grund eines Streites von einer Nachbarin als Hexe bezeichnet, über ein Jahr gefangen gehalten und mit der Folter bedroht, schließlich aber auf Grund der Bemühungen ihres Sohnes freigesprochen. Genau wie Luther befürwortete Johannes Calvin die Verfolgung und Hinrichtung von Hexen. Seit der Befreiung stiegen die Hexenjagden in den 1990ern nochmals an, die jährlichen Opferzahlen schätzt man auf mehrere Dutzend bis Hunderte. Das Urteil des Fürstabts Honorius Roth von Schreckenstein, dem kraft kaiserlichen Privilegs (Campidona sola judicat ense et stola) die geistliche und weltliche Gerichtsbarkeit zustand, wurde aber nicht vollstreckt, da der Fürstabt wenige Tage vor der Vollstreckung befahl, erneut die Ermittlungen aufzunehmen. Frankfurt am Main/Berlin 1988, ISBN 3-548-34004-0. 1576 wurde die Hinrichtung der als „Zauberin“ verurteilten Catharina Hensel aus Föckelberg abgesetzt, weil sie an der Richtstätte ihre unter der Folter erpressten Geständnisse widerrief und ihre Unschuld beteuerte. Diese Sichtweise hat unter den Frühneuzeit-Historikern keinerlei Zustimmung gefunden. 1613 erschien die dritte Auflage seines Berichtes mit einem persönlichen Vorwort. Beschluss des Rates der Stadt Menden (Sauerland) vom 14. Mit solchen Strafen belegte Personen verloren bei Verurteilung und nach Ausführung der Strafe ihre Ehrbarkeit und somit ihre gesellschaftliche Reputation. Johannes Dillinger: Ein Fragenkatalog findet sich z. 1714 ließ König Friedrich Wilhelm I. die Brandpfähle abreißen, nachdem bereits 1708 mit der Festlegung, dass Urteile auf Anwendung der Folter durch den König persönlich im Einzelfall zu bestätigen waren, den Hexenprozessen die Basis genommen worden war. Die weit verbreitete Meinung, Hexenverfolgungen seien hauptsächlich eine Erscheinung des Mittelalters gewesen, ist ebenso falsch wie die Meinung, die großen Wellen neuzeitlicher Hexenverfolgung seien vorrangig von der kirchlichen Inquisition angestrebt oder ausgeführt worden. Die staatliche spanische Inquisition, gegründet im späten 15. Zu den üblichen Fragen an die Beschuldigten zählten die nach Komplizen. In der Praxis wurden Appelle an weitere Zeugen der Verbrechen gerichtet, so dass dem ersten Denunzianten weitere folgten. Juristisch war er von Andrea Alciato (1492–1550)[71] und der humanistischen Rechtsschule der Universität Bourges beeinflusst.[72]. Dabei stellte etwa Alfred Rosenberg den Hexenglauben als ursprünglich orientalischen und somit artfremden Aberglauben hin, der von der katholischen Kirche nach Deutschland eingeschleppt worden sei. [51], Die Aussage des Alten Testaments „Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen“ (Ex 22,17 LUT) hatte für ihn Gültigkeit. Vor dem Zeitalter der Aufklärung war der Jesuit Friedrich Spee von Langenfeld, Professor an den Universitäten Paderborn und Trier und Verfasser der Schrift Cautio Criminalis (Rechtliche Bedenken wegen der Hexenprozesse) von 1631, der einflussreichste Autor, welcher die Hexenprozesse angriff. Juni 2015 (nicht online). Bis ins 13. Jahrhunderts von der Möglichkeit der Anhexung von Krankheiten durch Hexen in Verbindung mit den übernatürlichen Kräften des Teufels überzeugt. … Es ist ein überaus gerechtes Gesetz, dass die Zauberinnen getötet werden, denn sie richten viel Schaden an, was bisweilen ignoriert wird, sie können nämlich Milch, Butter und alles aus einem Haus stehlen  … Sie können ein Kind verzaubern  … Auch können sie geheimnisvolle Krankheiten im menschlichen Knie erzeugen, dass der Körper verzehrt wird  … Wenn du solche Frauen siehst, sie haben teuflische Gestalten, ich habe einige gesehen ... Deswegen sind sie zu töten ... Schaden fügen sie nämlich an Körpern und Seelen zu, sie verabreichen Tränke und Beschwörungen, um Hass hervorzurufen, Liebe, Unwetter, alle Verwüstungen im Haus, auf dem Acker, über eine Entfernung von einer Meile und mehr machen sie mit ihren Zauberpfeilen Hinkende, dass niemand heilen kann  … Die Zauberinnen sollen getötet werden, weil sie Diebe sind, Ehebrecher, Räuber, Mörder  … Sie schaden mannigfaltig. von der Pfalz, verteidigte Weyers Auffassung 1563 auf dem Rheinischen Kurfürstentag in Bingen. Darüber hinaus war das Hauptaugenmerk der Inquisition nicht auf Hexen, sondern auf Häretiker gerichtet. B. in Lateinamerika, Südostasien und vor allem in Afrika,[159] auch zu Beginn des 21. [73] Christoph Prob († 1579),[74] der Kanzler Friedrichs III. Von den neolithischen Zeiten an genossen die Völker Mittel- u. Nordeuropas eine gemischte Kost: neben Wildbret, Fisch und dem Fleisch der Haustiere erscheinen Eier, Milch und Käse neben Getreidebreien und Brot. Horst Fuhrmann: Einladung ins Mittelalter. Derzeit werden insbesondere die Fälle der sogenannten Hexenkinder im Kongo in die Aufmerksamkeit gerückt. Warum konnten Hexenprozesse zum Massenphänomen werden? von der Pfalz (1515–1576), Graf Hermann von Neuenahr und Moers (1520–1578) und Graf Wilhelm IV. In Mitteleuropa kam es beispielsweise während des verheerenden Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 vermehrt zu Hexenprozessen. Weitere Berichte von epidemischen Hexenjagden sind aus Indonesien, Indien, Südamerika und den arabischen Staaten bekannt. Hier wie dort seien konfessionelle Konflikte auch genutzt worden, um Familien- und Vermögenskonflikte auszutragen oder Konkurrenten und unliebsame Außenseiter auszuschalten. So lehnte etwa Anders Beierholm (ca. Allerdings wurde der Gerichtsordnung des (katholischen) Kaisers in protestantischen Territorien nur unvollständig Folge geleistet. Jahrhunderts noch aktuell. Obwohl die juristische Verwendung des Begriffs „Hexe“ erst Anfang des 15. Von päpstlicher Seite wurde der Hexenglaube relativ spät und nur in einer einzigen Bulle vertreten; die Rede ist von Innozenz VIII. Menschlichen Körperteilen und Blut wird eine gewaltige heilende und destruktive Macht zugeschrieben. 2000 Opfer), Mainz (ca. Die „heidnischen“ Götter wurden polemisch mit bloßen Dämonen gleichgesetzt. Diese Thatsachen geben Zeugnis genug, daß ein Exempel an ihnen gegeben werden möchte, anderen zum Schrecken“. Statt der kirchlichen wie weltlichen Obrigkeit die Initiative zuzuschreiben, wurden Midelfort zufolge Hexenverfolgungen ganz wesentlich von breiten Bevölkerungsschichten gefordert und eigenhändig organisiert. Mit dem Abwenden der Rechtspraxis vom Eid und Gottesurteil hin zur Beweisbarkeit führte die Nichtbeweisbarkeit von übernatürlich entstandenem Schaden dazu, dass den Hexerei-Beschuldigungen nicht mehr nachgegangen wurde, obwohl Teile der Bevölkerung dies lange weiterhin forderten. Die modernen Hexenjagden werden inzwischen vom UNHCR der UNO kontinuierlich als massive Missachtung der Menschenrechte kritisiert. Diese Bündelung von Krisenerscheinungen ging für viele mit einer massenhaften psychischen Erschütterung des Weltbildes und dem Verlust sicher geglaubter Wahrheiten einher und konnte sich bis zur Erwartung der nahen Apokalypse steigern. zu einer freien und durchaus auch angesehenen Gesellschaftsschicht. Der Beweis der Schuld galt nur bei einem Geständnis des Angeklagten als geführt, welches ohne Folter wiederholt werden musste. Dabei trug ein straff organisierter Justizapparat, wo er in Einzelstaaten wirksam war, erheblich dazu bei, die gröbsten Auswüchse zu verhindern. Besonders im Umfeld der Universität Tübingen äußerte sich eine Reihe von Theologen und Juristen kritisch gegenüber dem Hexenglauben, weil man Gottes Allmacht so umfassend sah, dass es keinen Wetterzauber bzw. (Preußen) am 13. In hebräischen Quellen werden die drei Gemeinden seit dem 12. veröffentlichte 1484 die Bulle Summis desiderantes affectibus, die in ihren Formulierungen vermutlich auf den berüchtigten Inquisitor Heinrich Kramer zurückgeht. Die Suche nach Sündenböcken stellt in solchen existentiellen Notsituationen eine anthropologische Konstante dar. Der Bürgermeister Johannes Junius, der 1628 in Bamberg verbrannt wurde, schrieb in Gefangenschaft einen Brief an seine Tochter Veronika, in dem er schilderte, wie die Henkersknechte ihn aufforderten, etwas Ausgedachtes zu gestehen, auch wenn er ganz unschuldig sei.[45][46]. [27], Der erste Hexenprozess in Skandinavien fand 1601 in Finnmark statt. Noch später, nämlich 1782, wurde als letzte Hexe der Schweiz Anna Göldi in Glarus hingerichtet, allerdings wurden im Urteil Begriffe wie „Hexerei“ oder „Zauberei“ vermieden. Daraufhin wurde Beierholm von seinen Gegnern selbst der Zauberei beschuldigt und 1580 als Pfarrer auf Föhr abgesetzt. Obwohl klar geregelt war, was Recht ist und was Unrecht, so basierte die Rechtsprechung bis ins 13. Auch hier führte Folter dazu, alle möglichen Bekannten „zu besagen“, um der Pein ein schnelles Ende zu bereiten. 1500 Opfer) und Trier (ca. In Westafrika wurden in den 1970ern Hexen für eine Epidemie verantwortlich gemacht. Für den Bereich der Hexenprozesse bleibt jedoch festzuhalten, dass die Verfahren in erster Linie von weltlichen Institutionen angestrengt und vor staatlichen Gerichten verhandelt wurden. Sein Werk erreichte zwar nie kirchliche Anerkennung – auch wenn der Verfasser dies durch Voranstellung der päpstlichen Bulle Summis desiderantes affectibus zu suggerieren versuchte – und war damit keine Grundlage zum kirchlichen Vorgehen und ersetzte auch nie die weltliche Rechtsprechung, wirkte sich aber dennoch auf die Vorstellungen wie Rechtspraxis aus. Obwohl es sich hierbei um ein Dokument handelt, welches die Notwendigkeit der Hexeninquisition in Deutschland feststellt und Kramer zu seinen Hexenverfolgungen autorisierte, sind sich die Historiker einig, dass gerade die Anwendung dieses Dokumentes in anderen Fällen das Ausbrechen eines Hexenwahns verhindert hat, wie dies in Italien der Fall war, wo sich der Papst durchsetzen konnte. Die spätere Vollstreckung der Entscheidung verbleibt dabei in der Zuständigkeit des Staates (siehe auch: Gewaltmonopol des Staates). ): Zum Fall eines „bezauberten Mägdleins“, das „blutige Thränen vergieße; wenn jenes Weib da sei“, äußerte sich Luther wie folgt: „Da sollte man mit solchen zum Gericht/ zur Strafe eilen. Beide Positionen hatten deutlich antiklerikale Spitzen, rivalisierten innerhalb der nationalsozialistischen Polykratie aber scharf miteinander. Bald bildeten sich Zünfte der verschiedenen Berufe und die Handwerker konnten sich einen verhältnismäßig hohen Lebensstandard leisten. Jahrhundert folgende römische Inquisition schritt wiederholt gegen Hexenverfolgungen ein. Die oft unter Folter erpressten Geständnisse der Beschuldigten überzeugten viele bisher Unbeteiligte von der Richtigkeit und Gefährlichkeit der Vorwürfe bzw. Chr. Im europäischen Mittelalter und in der frühen Neuzeit war die Gerichtsbarkeit ein Recht bestimmter Personen oder Korporationen, welches diese auch veräußern oder als Lehen vergeben konnten. Lesen Sie weiter. Hotline: +49 (0)89 2183 7194 +49 (0)8191 125 232 Fax: +49 (0)8191 125 151 Calvin glaubte, dass Männer und Frauen in Genf drei Jahre lang durch Zauberkünste die Pest ausgebreitet hätten, und hielt alle ihnen durch die Folter abgepressten Selbstanschuldigungen für wahr, nachträglichen Widerruf für unwahr. Zauberern berichtet. Neben der nationalen Gerichtsbarkeit gibt es auch die Gerichtsbarkeit supranationaler Gerichte. Er war als Beichtvater für die verurteilten Hexen bestellt und gewann im Laufe seiner Arbeit Zweifel an den Hexenprozessen als Mittel, Schuldige zu finden. mehr als jene durch Verführungen (superstitionibus) dem Satan unterworfen sind. Sie wurden verbrannt. So wurde etwa ein Handwerker, der mit einer Ehrenstrafe belegt wurde, dem Ehrenkodex der Zünfte zufolge ausgeschlossen und verlor somit h… Un membre de la famille s'étant transféré par mariage à Naples au cours du XV e siècle a donné vie à la branche des Piccolomini du Mezzogiorno. Der Religionswissenschaftler Otto Huth sah die Hexenprozesse in der Tradition einer Verdrängung der germanischen weisen Frauen: „Die Seherin starb – der judaistische Priester zog ein.“ Heinrich Himmler dramatisierte diese Sicht in einer Rede in Goslar 1935, als er ausrief: „Wir sehen, wie die Scheiterhaufen aufloderten, auf denen nach ungezählten Zehntausenden die zermarterten und zerfetzten Leiber der Mütter und Mädchen unseres Volkes im Hexenprozess zu Asche brannten.“, Himmler bemühte sich außerdem, Juden und Homosexuelle, die im katholischen Klerus zahlreich seien, verschwörungstheoretisch als Hintermänner der Hexenverfolgung hinzustellen. Jahrhundert vor allem den Katharern, aus ihrer Sicht sozusagen die „Erz-Ketzer“ (etymologisch leitet sich „Ketzer“ auch von „Katharer“ ab). [18] Hexenverfolgungen seien geradezu typische Folgeerscheinungen konfessioneller Spaltungen. April 1775 wurde im Fürststift Kempten Anna Maria Schwegelin wegen Teufelsbuhlschaft als letzte „Hexe“ auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands der Prozess gemacht. Ab ca. Von 1601 bis 1678 wurden 90 Personen, meist Frauen, verbrannt. [41] In der fachwissenschaftlichen Hexenforschung wurde diese Arbeit zurückgewiesen. Hexenprozessakten schauten sich Heinsohn und Steiger dagegen nicht im Detail an. Je mehr die Hexenverfolgung auf einem Territorium zum Massenphänomen geworden war, desto gefährlicher wurde Kritik an den Prozessen und desto weniger wurde solche noch geübt. Im Westen Europas wurde die Apsis - infolge des Übergangs in die Gotik - von Glasmalereien und Skulpuren abgelöst, während im italienischen und byzantinisch-ostchristlichen Kirchenbau die Apsis erhalten blieb. Ein bekanntes Beispiel ist der Fall Katharina Keplers, der Mutter des Astronomen Johannes Kepler. So gelang es beispielsweise 1519 Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim (1486–1535) in Metz, eine wegen Hexerei angeklagte Frau vor dem Inquisitor Claudius Salini erfolgreich zu verteidigen. Jahrhundert hinein immer wieder in Angst und Schrecken versetzte. 1859-1872 : Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter.Stutgardiae: Cotta. Erstmals ausgearbeitet wird dieser bereits durch Augustinus von Hippo († 430) in seinem Werk De doctrina christiana von 397 n. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden – falls vorhanden – dem Verurteilten abgesprochen. Jahrhundert die Kleine Eiszeit in Europa bei, die zur spätmittelalterlichen Agrarkrise, zu „Teuerung“ (Inflation) und Hungersnöten führte. [14] Allerdings handelte es sich dabei um eine sehr unspezifische, theoretische Überlegung, die, so wird vermutet, lediglich als metaphorisches Bild Bedeutung hatte. Dagegen trat der Genuss von Gemüse, wie übrigens noch in der Neuzeit vielfach bei der Landbevölkerung… Auch Grafen kam diese Aufgabe in ihren Grafenschaften zu teil. Dennoch dominierte in der frühchristlichen Theologie der fundamentale „Zweifel an der Wirksamkeit jeglicher Zauberei“. Denunzianten mussten dem Beklagten nicht offengelegt werden, was für den Erfolg der Hexenprozesse von Bedeutung war. konfessionsabhängig öfter zu Opfern wurden als Männer. Herkunft der mittelalterlichen Rechtsprechung. ... Warum nennt das Gesetz Oktober 2014, in: Hellweger Anzeiger, 7.